Archiv für 30. März 2012


Berge versetzen

Das frisch renovierte Alpine Museum der Schweiz in Bern versetzt in der ersten Ausstellung Berge. Walliser Rebbergbauern machen das schon seit Jahrhunderten: Sie terrassierten sonnige Hänge. An beiden Orten kann man aus erhöhter Lage die Welt der Dinge überblicken. Eine Hang- und Auslegeordnung. Den Bergwein Heida gibt es übrigens auch in Bern, im neuen Museumsrestaurant las alps. Santé!

30. März 2012
Titlis

So ein sperriger Berg, gar nicht so einfach ihn ganz aufs Bild zu kriegen. In diesem Fall hat’s nicht geklappt – also malen wir uns die obersten Partien selber aus.
Wendenjoch (beim Grassenbiwak), 25. März 2012.

28. März 2012
Kärpf

Ein Versuch mit Ski am Hausberg meines Vaters. Erfahrungen eines Helden von einst.

28. März 2012
Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie

Sechs Kilo Buch im A3-Format, ein Prachtsband über das historische Hotel Glacier du Rhône in Gletsch, heute fern allen Gletschern, und die Dynastie der Hoteliers Seiler mit ihrem Doyen Alexander Seiler, „Gastfreund der Hochalpinisten“.

26. März 2012
Fundsache

Berge sind geduldig. Meine Unruhe mögen sie nicht. Berge zwingen mich zum Loslassen, bringen mich zum Schweigen und lassen mich vergessen, was wichtig schien. Ich finde Ruhe. Dort, wo die Täler weit unten liegen.

© Annette Frommherz

18. März 2012
Monte Sordo

Stille Stunden am tauben Berg, allein, wo sich sonst Massen tummeln. Vielleicht hat die Finanzkrise gar die Kletterer aus Finale vertrieben.

18. März 2012
Die Berge. Gedichte.

Bergliteratur der unbekannten Sorte: Gebirgspoesie! Ein leichtes kleines Bändchen für den Rucksack und als Aufforderung, die Berge auf unserer nächsten Tour anders oder gar etwas bewusster wahrzunehmen.

17. März 2012
Pigne d’Arolla

Am Vorabend anzureisen hat viele Vorteile. Zum Beispiel, dass man morgens um zehn vor sieben aus dem Hotelzimmer schauen kann.
Arolla, 16. März 2012.

17. März 2012
Nackt auf den Pisten

Die einen sammeln Flugmeilen oder Anstecknadeln, wir die kleinen Auszeiten. Wie auch immer wir sie verbringen.

© Annette Frommherz

12. März 2012
Dr Alpeflug

S’sy zwee Fründen im ne Sportflugzüg
En Alpeflug ga mache
Flügen ufe zu de Gipflen und
Z’dürab de Gletscher nache
Hinde sitzt dr Passagier
Dä wo stüüret, dä sitzt vor
Und es ratteret und brummet
Um sen ume dr Motor

Da rüeft dä, wo hinde sitzt:
Lue, ds Bänzin geit us, muesch lande!
Wie? Was seisch? rüeft dr Pilot
Los, i ha di nid verstande
Wie? Was hesch gseit? rüeft dä hinde
Warum landisch nid sofort?
Red doch lüter, rüeft dä vorne
Bi däm Krach ghör i kes wort

I versta’s nid, rüeft dä hinde
Warum machsch’s nid? Bisch drgäge?
I versta’s nid, rüeft dä vorne
Muesch mer’s würklech lüter säge!
Wie? Was seisch? rüeft dise, lue
Dr Tank isch läär, du flügsch nümm wyt!
Los, bi däm Mordstonnerslärme
Rüeft dä vorne, ghör i nüt

Aber los doch, rüeft dä hinde
Gottfridstutz mir hei nid d’Weli
Tue nid ufgregt, rüeft dä vorne
Red doch lüter, gottverteli!
Los, rüeft dise, we mir jitz nid lande
Gheie mir i ds Tal!
Ghöre gäng no nüt, rüeft äine
Los begryf doch das emal!

So het im Motorelärme
Dr Pilot halt nid verstande
Dass ihm jitz ds Bänzin chönnt usga
Und dass är sofort sött lande
Da uf ds mal wird’s plötzlech still
Nämlech wil ds Bänzin usgeit
Und jitz wo me’s hätt verstande
Hei si beidi nüt meh gseit

Einen Vorwand gefunden, um wieder mal Mani Matter zu zitieren.
Les Diablerets, 9. März 2012.

11. März 2012