Thema: Ankers Buch der Woche


Die Alpen – whatsalp

In einem «Weckruf» plädiert Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus, für die «Wiederentdeckung heimischer Wildnis». Stopp der Vielfliegerei im UNO-Jahr des nachhaltigen Tourismus. Da kommt der besprochene Bildband gerade recht, lenkt er doch unseren Blick wieder einmal auf die gewaltige Naturschönheit vor unserer Haustür. Die man auch noch zu Fuss durchqueren kann: whatsalp, von Wien bis Nizza.

14. April 2017
Weltgeschichte in 500 Wanderungen

Wer die 500 Wanderungen dieses Buches schafft, darf sich sicher in der SAC-Zeitschrift «Die Alpen» in der Rubrik «Berg verrückt» verewigen. Jedes grosse Unternehmen beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt: Vielleicht auf dem Heidiweg bei Maienfeld. Den Rest kann man ja auch im Sofa lesend noch nachholen. In Englisch, Französisch oder Italienisch. Man hat ja nie ausgelernt.

8. April 2017
Sonnenlüfte atmen

Beim Wandern spielt der Atem bekanntlich eine grosse Rolle. Wenn es dann gar Sonnenlüfte sind, die einem die Lungen und das Herz füllen, dann befindet man sich in der Ostschweiz. Jedenfalls befand das Meister Hermann Hesse, der in der Gegend Fussabdrücke und literarische Spuren hinterlassen hat. Seinen und jenen von über fünfzig andern Autorinnen und Autoren folgen Christa und Emil Zopfi (bekannt auch als Webmaster von bergliteratur.ch) auf fünfzehn literarischen Pfaden.

7. April 2017
Zum Frühwerk von Max Frisch

Der Frisch, der Berg, die Frau. So einfach ist das Frühwerk von Max Frisch wohl nicht zusammenzufassen. Er selbst hat sich ja von einigen Texten aus jener Zeit distanziert, als er noch ein tüchtiger Wanderer und Skitourist und vielleicht auch Kletterer war. Hier liegt nun eine Studie vor, die sich mit jenen Werken befasst, die manche Literaturpäpste auf den Index setzten, die inzwischen aber wieder entdeckt worden sind.

24. März 2017
Wasserwunder

Ohne Wasser keine Berge, ohne Berge kein Wasser. Das haben wir ja schon in der Schule gelernt. Hier geht’s also bergab, bzw. bachab. Auf dem Rhein oder durchs Küsnachter Tobel und 21 weiter Zürcher Tobels oder Töbeli. Was interessanter ist, muss jeder, jede für sich entscheiden. Oder einfach auf dem Sofa sitzen bleiben und beides per Bildband geniessen. Allenfalls dann noch ins Alpine Museum zur Wasserausstellung am Ufer der Aare.

19. März 2017
„Dieser Mont Blanc verdeckt doch die ganze Aussicht!“

Wenn es unserem Alpinliteraturexperten den Atem verschlägt, weil er im Schaufenster eines Bücherbrockis eine alpinliterarische Perle entdeckt, die er (sage und schreibe!) noch nicht kennt – dann muss es sich um etwas ganz Besonderes handeln. Polnische Alpinliteratur! Letztes Jahr auf Deutsch erschienen und hoffentlich nicht nur in Brockis erhältlich.

8. März 2017
Bold Climbers

Einst gab’s unter den Alpinisten schräge Vögel zuhauf, etwa den Satanisten und Ausnahmekletterer Aleister Crowley. Im Zeitalter von Sponsoring, Hallenklettern und Hochglanzmagazinen sucht man sie vergeblich – obwohl es sie im Versteckten wohl noch gibt. Ein Buch über die Wilden und Wagemutigen. Für alle Frühfranzösisch- und Frühenglisch-Kundigen.

28. Februar 2017
Josef Viktor Widmann

Der Berg und die Liebe. Das Thema ist so alt wie die Alpine Literatur oder wohl noch älter. Schon der Berner Albrecht von Haller erzählt ja vom freien Leben auf den Almen. Und der Berner Joseph Victor Widmann schöpft in seinen Werken offenbar auch aus dem Vollen. Dank Neuauflage können sich auch Zürcher an seinen amüsanten Erzählungen erfreuen. Eventuell auch Basler und der Rest der Welt.

20. Februar 2017
Foulard delle montagne

Rot und schwarz waren die Foulards, die Erstbesteiger als Gipfelfahnen hissten, die Farben der Revolution und des Anarchismus eigentlich. Das war den braven Alpinisten der Frühzeit wohl nicht bewusst, gilt die Bergsteigergilde doch eher als konservativ bis apolitisch – auch heute noch. Nun, es gab ja auch andere Farben und Foulards, wie wir aus dem besprochenen Buch erfahren. Und nicht alle dienten der Feier eines Gipfelsieges.

16. Februar 2017
Pic & Bulle – Fashion Altitude

Skiberge im Comic und komische Skimode und das alles in Grenoble, ausgestellt und gedruckt. Hinfahren und anschauen und die Ski nicht vergessen! (Die Redaktion legt Wert auf die Feststellung, dass dieser Beitrag nicht vom Office de Tourisme de Grenoble bezahlt worden ist, sondern vom Autor selber ehrenamtlich verfasst. So wie alle andern Texte in diesem Blog.)

9. Februar 2017