Thema: Ankers Buch der Woche


Neue Bergkrimis

Bergsteigen ist gefährlich, wir wissen es. Aber dass wir im Gebirg auf Schritt und Tritt von Mördern bedroht, von Terroristen verfolgt, vergiftet oder in Abgründe gestossen werden, ist doch eher ein neueres Phänomen. Alles nur Fiktion? Vielleicht. Aber wir wissen auch, dass die Wirklichkeit bekanntlich die Fiktion überholt. Der Hillary-Step am Everest ist sicher nicht wegen dem Klimawandel oder einem Erdbeben abgebrochen. Da waren Terroristen am Werk!

23. Mai 2017
Literarisches Reisefieber

Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Goethe schaffte es zu Fuss, aber wer sich das nicht antun will, und trotzdem auf literarischen Pfaden wandern, findet gegenwärtig eine schöne Auswahl an Wanderführern für alle Gegenden des Landes. Hier zwei aktuelle Werke mit Routen von dies- und jenseits des Röstigrabens.

16. Mai 2017
Der Traum von Heilung

Dieses Buch ist 60 Jahre zu spät erschienen. Denn auch der Vater des Webmasters träumte damals von Heilung von der Tuberkulose durch einen Jahresaufenthalt in einer Höhenklinik. Doch der «Mythos der Höhenkur» war nur Marketing, erfahren wir nun. Vielleicht war auch Thomas Manns Roman «Zauberberg» gesponsert von cleveren Davoser Gesundheitstouristikern.

12. Mai 2017
Dictionnaire amoureux de la Montagne

Die Franzosen lieben Wörterbücher. Die 35 Bände der «Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers» erschienen von 1751 bis 1780 mit mehr als 70‘000 Artikeln. 219 Einträge umfasst Frédéric Thiriez’ «Dictionnaire amoureux de la Montagne», vom Duc des Abruzzes bis zu Léon Zwingelstein. Aus der Schweiz wurden ein Tourismusort, drei Gipfel und sieben Persönlichkeiten eingebunden, darunter auch der am 30. April 2017 verunglückte Ueli Steck.

7. Mai 2017
Alpen-Blicke

Frisch und frech, munter und mahnend. Und stark, ganz stark. Ein Bildband über die Alpen, einer von vielen und doch ganz anders, wie die begeisterten Adjektive unseres Rezensenten belegen, der schon unzählige Bücher dieses Genres gesehen, begutachtet und besprochen hat. Fotograf Hans-Peter Jost hat lange im Ausland gelebt – vielleicht ein Grund für seinen scharfen und kritischen Blick auf die Alpen.

28. April 2017
Pellegrina delle Alpi

Liebe auf den ersten Blick am Mer de Glace. Was nach einer Alpenschnulze à la Louis Trenker klingt, ist der Beginn einer Ehe und Seilpartnerschaft eines der stärksten (und vielleicht auch schönsten) Kletterpaare der Alpingeschichte. Da kann man nur hoffen, dass die Bücher von und über Gabriele Boccalatte und Ninì Pietrasanta bald auch auf Deutsch erscheinen. Sonst einfach wie der Blitz Italienisch lernen!

25. April 2017
Die Alpen – whatsalp

In einem «Weckruf» plädiert Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus, für die «Wiederentdeckung heimischer Wildnis». Stopp der Vielfliegerei im UNO-Jahr des nachhaltigen Tourismus. Da kommt der besprochene Bildband gerade recht, lenkt er doch unseren Blick wieder einmal auf die gewaltige Naturschönheit vor unserer Haustür. Die man auch noch zu Fuss durchqueren kann: whatsalp, von Wien bis Nizza.

14. April 2017
Weltgeschichte in 500 Wanderungen

Wer die 500 Wanderungen dieses Buches schafft, darf sich sicher in der SAC-Zeitschrift «Die Alpen» in der Rubrik «Berg verrückt» verewigen. Jedes grosse Unternehmen beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt: Vielleicht auf dem Heidiweg bei Maienfeld. Den Rest kann man ja auch im Sofa lesend noch nachholen. In Englisch, Französisch oder Italienisch. Man hat ja nie ausgelernt.

8. April 2017
Sonnenlüfte atmen

Beim Wandern spielt der Atem bekanntlich eine grosse Rolle. Wenn es dann gar Sonnenlüfte sind, die einem die Lungen und das Herz füllen, dann befindet man sich in der Ostschweiz. Jedenfalls befand das Meister Hermann Hesse, der in der Gegend Fussabdrücke und literarische Spuren hinterlassen hat. Seinen und jenen von über fünfzig andern Autorinnen und Autoren folgen Christa und Emil Zopfi (bekannt auch als Webmaster von bergliteratur.ch) auf fünfzehn literarischen Pfaden.

7. April 2017
Zum Frühwerk von Max Frisch

Der Frisch, der Berg, die Frau. So einfach ist das Frühwerk von Max Frisch wohl nicht zusammenzufassen. Er selbst hat sich ja von einigen Texten aus jener Zeit distanziert, als er noch ein tüchtiger Wanderer und Skitourist und vielleicht auch Kletterer war. Hier liegt nun eine Studie vor, die sich mit jenen Werken befasst, die manche Literaturpäpste auf den Index setzten, die inzwischen aber wieder entdeckt worden sind.

24. März 2017