Thema: Ankers Buch der Woche


Zweifach St. Moritz

Friedrich Nietzsche hielt es vor über hundert Jahren nicht lange aus in St. Moritz – und so geht es heute noch manchen Besuchern angesichts dieses baulichen «Gerümpels zwischen Bad und Dorf» und den Pelz und Perlen tragenden Blondinen aus fernen Landen. Die Autorinnen und Autoren der besprochenen Bücher allerdings haben es ausgehalten und «die Stadt im Dorf» offenbar auch lieb gewonnen. Vielleicht braucht es dazu einfach etwas mehr Zeit, als sich Nietzsche nahm, – und wohl auch etwas mehr Geld.

25. November 2014
Grimsel

Der Grimsel oder die Grimsel? Jedenfalls geht es in diesem Buch um umkämpftes Terrain. Kraftwerk, Arvenwald ect. Im Totensee sollen einst die Leichen von Franzosen geschwommen sein. Heute ist’s eine Idylle. Nebel treiben, der See blaut. Tote allenfalls wenn im Sommer die Motorräder über den oder die Grimsel brausen.

21. November 2014
Wer suchet, der findet

«Auf der Alm, di gibts koa Sünd», lautet ein alter Spruch. Wie das gemeint ist, erzählt der Alpenpionier Johann Jakob Weilenmann anlässlich eines alpinen «Schäferstündchens» vor der Besteigung des Fluchthorns im Jahr 1861. Wie Sie zu diesem und andern pikanten und spannenden Geschichten aus den Bergen kommen, erfahren Sie von unserem Rezensenten.

10. November 2014
Wasser

Wasser ist bekanntlich zum Waschen da, aber nicht nur. Zum Beispiel auch zum Fotografieren und Philosophieren. Rechtzeitig zum strömenden Herbstregen hat es drei Wasserbücher auf den Tisch unseres Rezensenten geregnet. Da hilft kein Schirm, sie müssen besprochen sein.

6. November 2014
Mittelmoränen

«Die Spur der Steine» hiess mal ein Film, ich glaube er handete in der DDR, die vom Erdboden verschunden ist wie die Gletscher der Eiszeit. Nur ihre Spuren sind geblieben, «Erratiker», Findlinge, Felsblöcke, Fremdlinge. Ein Thema, das zum Nachdenken anregt, auch über die eigene Lebenswelt. Auch ich (der Blogmaster) wohne auf einer Mittelmoräne.

1. November 2014
Messner, Bonatti, Loretan

Wer ist der Grösste? So könnte man sich fragen angesichts der Superlative, die sich um die drei Lichtgestalten des neueren Alpinismus versammeln. Walter, Reinhold und Erhard, Gestalten von fast antiker Grösse und Tragik. Ihr Biografien und ihre Abenteuer gehören zu den klassischen Stoffen der Alpingeschichte, die immer wieder neu erzählt werden können, die immer wieder neu faszinieren und bewegen und zu Kontroversen Anlass geben.

24. Oktober 2014
Bergfotografie

Bergfotografie boomt. Flickr, das größte Fotonetzwerk der Welt, hält unter dem Suchbegriff „mountain“ über 3,9 Millionen Fotos bereit. Nur das Thema Hunde und Katzen ist nicht zu schlagen. Die beiden Sujetgruppen bringen es auf 5,9 bzw. 5,3 Millionen Uploads, schreibt Arnold Holzer in „Bergauf“, dem Magazin des Oesterreichischen Alpenvereins. Zwei Bildbände schlagen bekannte und neue Seiten der Alpenfotografie auf.

22. Oktober 2014
Bergkrimis zum Zweiten

Was wäre das Leben ohne Bücher? Romane ohne Liebesgeschichten? Bergliteratur ohne alpin angehauchte Krimis? Einfach und flach. Eben.

22. Oktober 2014
Sehnsucht nach den grünen Höhen

Ein Rezeptbuch gegen die Wandersucht – oder eines, das sie fördert oder beides? Der Verleger sagte an der Buchvernissage in Glarus, die siebzehn Wanderungen in diesem literarischen Führer bewegten sich im «Universum der Zopfis». Mag sein. Möge sich wer mag sein eigenes Universum erschliessen. Wandernd. Oder auf dem Sofa lesend und die Bilder betrachtend.

5. Oktober 2014
Von nun an geht’s bergauf

Wolfgang Schaub ist nicht der einzige Rentner, der sich bei seiner Pensionierung sagte: von nun an geht’s bergauf. Und das hat er wortwörtlich gemeint. Auf die höchsten Spitzen Europas. Dass dabei auch ein Buch entstanden ist, zeigt wieder einmal: die grauen Panter sind im Kommen!

26. September 2014