Thema: Ankers Buch der Woche


Uferwege am Thunersee

Was gibt es Schöneres als Uferwege?, schreibt unser Rezensent, bekannt als Autor alpiner Wanderführer der steilen Art und Monografien der höchsten Schweizer Berge. Obs am Wetter liegt? Oder vielleicht am Alter? Am Thunersee kann man jedenfalls auch mit dem Rollator noch spazieren, mit freiem Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau.

22. Juli 2014
Bergkrimis

Nicht Steinschlag, Lawinen und Unwetter sind die wahren Gefahren des Gebirgs, sondern Geiselnehmer, Entführer und Mörder, die mit präparierten Seilen oder gesprengten Lawinen ihre Opfer ins Jenseits befördern. Einst waren die Berge eine heile Gegenwelt zur Stadt – in den Bergkrimis verkehrt sie sich ins Gegenteil. Zum Glück für uns alle wird «Heidi» neu verfilmt, mit Bruno Ganz als Alpöhi – aber auch der war ja früher mal ein Bösewicht.

8. Juli 2014
Lexikon Sächsische Schweiz

Dass die Elbsandsteinfelsen der Sächsischen Schweiz die «Wiege des Freikletterns» waren, ist bekannt. Und dass Sachsen wie Fritz Wiesner das Klettern in die USA exportierten ebenfalls. Aber damit ist die Bedeutung der Sandsteintürme an der Elbe für den Klettersport noch lange nicht erschöpft. Ein Lexikon bietet nun umfassende Information – und fast unglaubliche Geschichten.

5. Juli 2014
Zu Fuss

Geht wirklich alles besser, wenn man geht? Zwei Bücher geben uns Antworten: Ob es den armen Bündner Kindern im Schwabenland wirklich besser ging als Zuhause. Oder dem Homo erectus aus Ostafrika, nachdem er bis China gewandert war. Das Gehen auf zwei Extremitäten scheint übrigens wieder aus der Mode zu kommen. Wer geht denn noch ohne Wanderstöcke – ob’s damit besser geht, ist allerdings umstritten.

29. Juni 2014
Histoire de bornes

Schön wäre es, wenn Grenzssteine dereinst nur noch als historische Wanderziele dienen würden, wie in diesem Buch vorgestellt. Die Zeichen der Zeit zeigen in eine andere Richtung: man macht wieder dicht oder schlägt gar neue Pflöcke – sicher nicht so schön, wie die «bornes» in den Bergen des Wallis.

18. Juni 2014
Immer höher mit Franz Hohler

Aber der Franz, der kanns. Also auch Bergsteigen, klettern, aus Schritten Wörter machen, aus Geröll Geschichten. Immer höher, immer höher. Jemand meinte, dies sei Franz Hohlers schönstes Buch.

12. Juni 2014
Die Linie unter dem Blau des Himmels

Tessin – das perfekte Wanderland. Wenn es nur nicht so steil wäre … Oder so exponiert wie die Via alta della Verzasca. Was solls, man kann ja auch den schönen Bildband zur Hand nehmen und – wie unser Rezensent schreibt – «sich vorstellen, man wäre jetzt dort».

7. Juni 2014
Cresciano Boulder

Mekka liegt im Tessin, könnte man frei nach Adolf Muschg ausrufen. Und sieht man einem Boulderer zu, wie er vor seinem Felsblock kniet und sein Problem studiert, vielleicht gar von «Dreamtime« träumt – man könnte ihn tatsächlich für einen Pilger halten. Vielleicht betet er ja wirklich, er schaffe den entscheidenden Zug endlich im 999sten Versuch. Bis er die restlichen 1452 Problems aus dem neuen Führer abgearbeitet hat, wäre er längst auf den Knien im realen Mekka angekommen.

27. Mai 2014
Quer durch die Julischen Alpen

Slowenien hat sich einigermassen friedlich aus dem Zusammenbruch von Jugoslawien gerettet – Wandern die Wundertüte der Julischen Alpen darf man also mit politisch korrektem Gewissen und – wie der Beitrag zeigt – auch in Turnhosen. Man muss auch nicht Bürger des Landes sein, das die Besteigung seines höchsten Gipfels sozusagen zur nationalen Pflicht erhoben hat. Wer schon auf dem Triglav war, kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus.

22. Mai 2014
Les 100 mots des Alpes

Hundert Stichwörter über die Alpen, en français. Eine Fundgrube für unseren Rezensenten, der in diesem «petit guide culturel en montagne» haufenweise Lücken aufgespürt hat. Alpinliteratur? Ausser Tartarin Fehlanzeige. Alpenstädte? Gibts in der Schweiz keine. Aber sicher kann man sein Schulfranzösisch wieder mal auffrischen.

16. Mai 2014