Thema: Ankers Buch der Woche


Zum Frühwerk von Max Frisch

Der Frisch, der Berg, die Frau. So einfach ist das Frühwerk von Max Frisch wohl nicht zusammenzufassen. Er selbst hat sich ja von einigen Texten aus jener Zeit distanziert, als er noch ein tüchtiger Wanderer und Skitourist und vielleicht auch Kletterer war. Hier liegt nun eine Studie vor, die sich mit jenen Werken befasst, die manche Literaturpäpste auf den Index setzten, die inzwischen aber wieder entdeckt worden sind.

24. März 2017
Wasserwunder

Ohne Wasser keine Berge, ohne Berge kein Wasser. Das haben wir ja schon in der Schule gelernt. Hier geht’s also bergab, bzw. bachab. Auf dem Rhein oder durchs Küsnachter Tobel und 21 weiter Zürcher Tobels oder Töbeli. Was interessanter ist, muss jeder, jede für sich entscheiden. Oder einfach auf dem Sofa sitzen bleiben und beides per Bildband geniessen. Allenfalls dann noch ins Alpine Museum zur Wasserausstellung am Ufer der Aare.

19. März 2017
„Dieser Mont Blanc verdeckt doch die ganze Aussicht!“

Wenn es unserem Alpinliteraturexperten den Atem verschlägt, weil er im Schaufenster eines Bücherbrockis eine alpinliterarische Perle entdeckt, die er (sage und schreibe!) noch nicht kennt – dann muss es sich um etwas ganz Besonderes handeln. Polnische Alpinliteratur! Letztes Jahr auf Deutsch erschienen und hoffentlich nicht nur in Brockis erhältlich.

8. März 2017
Bold Climbers

Einst gab’s unter den Alpinisten schräge Vögel zuhauf, etwa den Satanisten und Ausnahmekletterer Aleister Crowley. Im Zeitalter von Sponsoring, Hallenklettern und Hochglanzmagazinen sucht man sie vergeblich – obwohl es sie im Versteckten wohl noch gibt. Ein Buch über die Wilden und Wagemutigen. Für alle Frühfranzösisch- und Frühenglisch-Kundigen.

28. Februar 2017
Josef Viktor Widmann

Der Berg und die Liebe. Das Thema ist so alt wie die Alpine Literatur oder wohl noch älter. Schon der Berner Albrecht von Haller erzählt ja vom freien Leben auf den Almen. Und der Berner Joseph Victor Widmann schöpft in seinen Werken offenbar auch aus dem Vollen. Dank Neuauflage können sich auch Zürcher an seinen amüsanten Erzählungen erfreuen. Eventuell auch Basler und der Rest der Welt.

20. Februar 2017
Foulard delle montagne

Rot und schwarz waren die Foulards, die Erstbesteiger als Gipfelfahnen hissten, die Farben der Revolution und des Anarchismus eigentlich. Das war den braven Alpinisten der Frühzeit wohl nicht bewusst, gilt die Bergsteigergilde doch eher als konservativ bis apolitisch – auch heute noch. Nun, es gab ja auch andere Farben und Foulards, wie wir aus dem besprochenen Buch erfahren. Und nicht alle dienten der Feier eines Gipfelsieges.

16. Februar 2017
Pic & Bulle – Fashion Altitude

Skiberge im Comic und komische Skimode und das alles in Grenoble, ausgestellt und gedruckt. Hinfahren und anschauen und die Ski nicht vergessen! (Die Redaktion legt Wert auf die Feststellung, dass dieser Beitrag nicht vom Office de Tourisme de Grenoble bezahlt worden ist, sondern vom Autor selber ehrenamtlich verfasst. So wie alle andern Texte in diesem Blog.)

9. Februar 2017
Sans limite – Photographies de montagne

Warum forderten die Berge die ersten Fotografen so heraus, dass sie ihre kiloschweren Apparate stundenlang auf höchste Gipfel schleppten und die wilde Fels- und Eislandschaft schwarzweiss auf Glasplatten zauberten? Vielleicht liefert die besprochene Ausstellung Antworten. Auch auf die Frage, wie die Digitalisierung mit ihren ultraleichten Kameras, uferlosen Speichern und Drohnen die Gebirgsfotografie verändert hat.

2. Februar 2017
Reklamekunst und Reiseträume

Es war das goldene Zeitalter des Schweizer Tourismus, als sich Grafiker mit Rang und Namen um die Plakatgestaltung bemühten. Heute sind die Originale Sammlerobjekte, die von eleganten Damen im Tennisdress und von markigen Alpinisten am Fuss von Bergen im Alpenglühen träumen liessen. Nostalgie pur im Zeitalter der Schneekanonen und von Lautsprechern zugedröhnten Schneebars.

28. Januar 2017
Vierwaldstättersee und Gotthard

Dieses Buch bzw. dieser Schuber ist nötig. Wie wir Vierwaldstättersee und Gotthard noch nie gesehen haben! Gerade jetzt, wo wir noch weniger sehen, wenn wir durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt rasen. Nicht mal das Kilcheli bzw. die Kirche von Wassen. Und was sonst noch? Fliegende Drachen über dem Pilatus? Haben wir auch noch nie gesehen. Also bitte, zugreifen, wahrscheinlich mit beiden Händen.

21. Januar 2017