Thema: Ankers Buch der Woche


Schneegeschichten

Hahnenkamm ob Kitzbühel und Inferno ob Mürren: Skirennfahren steht an diesem Wochenende zuoberst, wenn nicht im Schnee, so doch am Bildschirm. Wer lieber Skigrössen auf Papier nachfährt, kann dies in zwei druckfrischen Publikationen tun. „Mit dem Finger in den Schnee geschrieben“, wie es Clo Duri Bezzola vor 20 Jahren formulierte.

19. Januar 2018
Sternennacht – Frech genug musst’ auch noch sein

Frauen in den Bergen sind nicht ganz so rar wie Bergbücher von Frauen, im Gegenteil. Im Schweizer Alpen-Club zum Beispiel machen die Frauen heute schon knapp zwei Fünftel aus, Tendenz steigend. Bergsteigerinnen, die neben dem Pickel auch zum Stift bzw. zur Taste greifen, bleiben die Ausnahme. Hier aber sind gleich zwei ausnehmend gute zu melden.

10. Januar 2018
Moderne Zeiten

«Modern times» sind eigentlich immer, und so ist es doch beruhigend (für Alt und Jung), dass auch die vorgestellten 100 modernen Top-Routen dereinst alt aussehen werden. So sind halt die Zeiten. Also nicht gleich hinlaufen und am Einstieg anstehen. Die Deluxe-Edition im edlen Schuber wird auch der Grossvater noch mit Freude durchblättern und sich erinnern.

7. Januar 2018
BERG 2018 – Wie tut ein wildes Wandern wohl

Alle Jahre wieder ein sehr lesenswertes Bergbuch ist BERG, das Jahrbuch der Alpenvereine von Deutschland, Österreich und Südtirol. Schwerpunkt für 2018: der Grossglockner. Dazu passt perfekt das Literaturwanderbuch für Nord- und Osttirol. Der Berg mit seinen Bücher ruft halt auch im nächsten Jahr.

31. Dezember 2017
Eine touristische Bilderfabrik

Wer noch kein Weihnachtsgeschenkbuch (auch für sich selbst) hat oder nicht weiss, wohin es gehen soll an den nächsten freien Tagen: Andreas Bürgis fulminantes Buch darüber, wie touristische Bedürfnisse geweckt und gestillt werden, hilft, unterhält und klärt auf. Auf zum Löwendenkmal in Luzern! Und vielleicht auch in ein Bergwerk.

22. Dezember 2017
Lausanne promenades littéraires

Prächtigste Bäume am Ufer des Flon und in Parkanlagen. Zwei Panoramahügel in der Olympiakapitale. Ein Rosenfenster aus dem 13. Jahrhundert in der gotischen Kathedrale. Tolle Museen, Läden und Restaurants. Und überall Spuren von literarischem Schaffen. Ihnen geht ein neues Buch nach. Viel Vergnügen auf den promenades littéraires in Lausanne.

17. Dezember 2017
Uli Wiesmeier und Peter Mathis

Von zwei Altmeistern der Bergfotografie liegen neue, überzeugende Werke vor. Perfekt für stille Abende in der warmen Stube, ohne oder mit Weihnachtskerzen.

9. Dezember 2017
Bonatti, Gervasutti & Co.

Wir Eidgenossen haben doch das Gefühl, dass die Alpen uns gehören: Liegt nicht hinter dem Mont Blanc, der dummerweise grad nicht mehr in der Schweiz steht, das Mittelmeer, und beginnt nicht hinter der Silvretta schon bald die Puszta? Solchem Irrglauben sei eine Zahl entgegengesetzt: 15 Prozent. So klein ist der schweizerische Anteil am Alpenbogen zwischen Nizza und Wien. Eine zweite Zahl ist noch schlimmer: Erzfeind Österreich besitzt doppelt so viel. Auch Italien und Frankreich haben mehr Alpenanteil als die Schweiz, nämlich 28 bzw. 20%. Svizzera povera! Und dass neue grosse Bergbücher von bella Italia stammen, ist irgendwie auch kein Trost. Dafür aber höchst spannend – buona lettura!

1. Dezember 2017
UmZug

Wer „Umzug Bedeutung“ googelt, erhält diese Antwort: „1. ein Zug von Menschen auf der Straße, der besonders zu Festen oder Veranstaltungen stattfindet; ‚ein festlicher Umzug zum Jubiläum der Stadt‘. 2. Wohnungswechsel; ‚ein Umzug in eine neue Wohnung‘.“ Der Wanderwerker René P. Moor hat nun noch eine dritte Bedeutung gefunden.

23. November 2017
Schnee

„Auf den letzten Graten, zwischen knochenbleichem Fels, liegt schon der Schnee, weiss, wie ein Jauchzen…“. So ein Satz konnte nur ein Skifahrer schreiben. Max Frisch war einer; das Zitat stammt aus „Blätter aus dem Brotsack“ (1940). Wir jauchzen auch: Der Schnee ist da. Die Schneebücher ebenfalls. Wir wünschen schwungvolles Blättern und Lesen.

13. November 2017