Thema: Ankers Buch der Woche


Klettern im Jura

Klettern in den Alpen – passt bestens. Klettern im Mittelland – etwas weniger; gibt aber schon ein paar Seillängen, auch draussen. Und Klettern im Jura – geht wiederum bestens. Zwei neue Führer zeigen, wo es am schönsten und am schwierigsten ist. Anseilen bitte!

21. Oktober 2017
Bergromane

Frankreich ist Ehrengast an der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vom 11. bis 15. Oktober. Auf der Fahrt in die Geburtsstadt von Goethe (ihm ist u.a. der 44 Meter hohe Goetheturm am Stadtrand geweiht) und von Ernst Justus Häberlin (Mitglied der SAC-Sektion Basel und Erstbesteiger von Breitlauihorn, Lötschentaler Breithorn und Schinhorn vom 26. bis 30. August 1869) könnten wir doch einen Bergroman lesen, einen französischen natürlich. Oder auch einen deutschen, mais oui!

10. Oktober 2017
Landschaften

Auch Bücher sind Landschaften. Schliesslich ist auch Lesen und Bilder Betrachten «das Resultat einer permanenten Interaktion zwischen Menschen und der physikalischen Umwelt». Wie weit sich der Begriff dehnt, zeigt der Berg von Literatur zum Thema, den unser Rezensent hier auftürmt bzw. abbaut. Berge zerfallen, wie wir wissen, Landschaft bleibt. Ob flach, steil oder eben: Papier.

6. Oktober 2017
Über alle Berge

Zu Fuss oder im Renault. Durch die Schweiz oder durch Frankreich. Ein neues Zeitalter der Romantik scheint angebrochen. Die blaue Blume der Sehnsucht treibt die Schreibenden über alle Hügel und Pässe und Gipfel bis ans Ende der Welt – oder wenigstens des Landes. Drei Werke zum mitwandern oder nachwandern, dreisprachig rezensiert und zitiert.

30. September 2017
Die Gürbe

Hommage an einen Fluss, die Gürbe. Fluss der Kindheit unseres Rezensenten. Verdammt wild und nie ganz zu zähmen. Also der Fluss. Die besprochene Dissertation widmet sich dem Hochwasserschutz, ein aktuelles Thema, nicht nur an der Gürbe.

20. September 2017
Acht Berge und Fontane №1

Hütten bauen in den Bergen, zurück in die Einsamkeit, Sinn finden in wilder Natur. Eigentlich ein biblisches Motiv (wir wissen ja, die Jünger). Vielleicht das Geheimrezept eines Bergbuchs, das ein Weltbestseller geworden ist. Hütten am Fuss des Monte-Rosa-Massivs. Es ist wohl einfach die Zeit, in der wir leben, die uns davon träumen lässt, in einer Hütte zu leben, abseits von allem. Schreiben und Klettern, vielleicht auch noch Käsen.

12. September 2017
Landluft

Davon träumen wir ja alle: ein Leben, das Sinn macht und gibt. Die zwölf Bergbäuerinnen, von denen dieses Buch erzählt, haben ihre Träume verwirklicht – jedenfalls zum Teil. Umgeben von gehörnten und grasfressenden Kühen. Ein Buch, das Mut macht, selber anzupacken, zu Melkstuhl und Mistgabel zu greifen. Mit Wandertipps für alle, die wenigstens in ihrer Freizeit etwas Landluft schnuppern möchten.

6. September 2017
Le voyage de Monsieur Perrichon

Hier geht’s um Mütter, die «Mutter der humoristische Bergliteratur» und «la mère de Glace». Also wiedermal ein Stück fürs Französischstudium, so nebenbei. Die Komödie rund ums Mer de Glace gibt es auch als Hörspiel in Deutsch, tröstet unser Rezensent alle Franz-Banausen.

19. August 2017
Elsbeth, Vreneli, Indianer

Dem Tourismus im Berggebiet geht’s schlecht, stand dieser Tage in der NZZ. Da kommen diese vier Bücher gerade recht als Entwicklungshilfe, das Glarnerland mit Braunwald haben es ja besonders nötig. Auch wenn Klettersteigfreaks, Tourengänger, Literatur- und Sagenfreunde nicht das grosse Geld bringen (wie z.B. ein Ägypter jenseits des Urnerboden). Als Botschafter des regenreichen Tals sind sie allemal ein Segen.

8. August 2017
Bergkameraden

Ein altes Wort ist es, das diesen Buchtitel ziert. Frauen mitgemeint? Auf dem Umschlagfoto sitzt zwischen den Bergkameraden auch eine Bergkameradin. Hat sie die Autorin, Hochschulreferentin für Gleichstellung und Diversität, übersehen? Während der 150 Jahre, über die sie die sozialen Nahbeziehungen unter Bergsteiger/-innen verfolgt, sind Frauen im Alpinismus meist übersehen worden von den Kameraden.

7. August 2017